Von Sandwiches

Die Überschiebungen von Decken führen zu einer ineinander Schachtelung von gleichen Gesteinsschichten. Die Decken 1, 2,

3 bilden eine Art Sandwich und sind von einer Überschiebungsfläche voneinander getrennt. Das ist sozusagen der Normalfall in den Deckengebirgen.

Die Verrucanogesteine aus dem Perm sind bei diesen Vorgängen zwischen zwei gleichartige Decken geraten. Das besondere bei dieser Überschiebung ist die Überschiebungsfläche über Kreide, Jura oder Flysch. Es ist die in der Landschaft beobachtbare magische Linie zwischen den Decken an der Basis des Verrucano: Das Schmiermittel der Überschiebung, der Lochsiten Kalk.

Beim Lochsitenkalk handelt es sich um einen besonderen Kalk, dessen Entstehung während der Überschiebung wissenschaftlich noch nicht geklärt ist. Diese Überschiebung fand vor Millionen Jahren in etwa 14 km Tiefe statt.

Über dem Verrucano hatten sich längst mehrere km dicke Decken aus dem tiefen Süden der Tethys aufgetürmt. Heute ist alles wegerodiert. Man vergisst das gerne beim Betrachten der geologischen Strukturen in der Landschaft.

Es hatte sich also ein besonderes Sandwich von den Sedimenten des Erdmittelaters (Trias, Jura, Kreide) und dem Verrucano ergeben; das Glarner- oder Verrucano Sandwich (Nr. 2). Davon sind heute noch verschiedene erhalten und Teile begehbar. Auf den Flumserbergen (Nr. 4) und ihrer weiteren Umgebung kann man auf Gesteinen der Trias wie Dolomit oder Quartenschiefer, auf dem Verrucano und sogar Ablagerungen des Juras (Lias, Malm) wandern. Das ist das, was der Verrucano sozusagen auf seinem Rücken mitgetragen hatte.


SARDONA NETZWERK NATUR

Wir sind engagierte Guides und Geoguides, die interessierten Naturfreunden Berge, Pflanzen und Tiere im Sardona Netzwerk Natur näher bringen. Wir vernetzen unser Wissen und Informationen untereinander und zum Vorteil unserer Besucher/Besucherinnen. Zwischen den Guides gibt es keine materielle Zusammenarbeit. Jeder/jede Guide führt Wanderungen auf eigene Verantwortung durch. Unsere Zusammenarbeit beschränkt sich auf informative Inhalte im Rahmen dieser Website.



UNESCO-WELTERBE

Das über 300 Quadratkilometer grosse Gebiet um den Piz Sardona im Grenzgebiet der Kantone St. Gallen, Glarus und Graubünden wurde 2008 auf Liste der UNESCO-Welterbe aufgenommen.


IMPRESSUM UND DATENSCHUTZ

Verantwortlich für die Web-Site ist Hans Conrad.
E-Mail-Adresse und unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.