Ozeane entstehen und vergehen
Das Embryonalstadium

Magmakammern aus der Tiefe schweissen kontinentale Kruste auf und treiben sie auseinander. Es entstehen Hunderte bis Tausende Kilometer lange kontinentale Grabenbrüche, sogenannte Rift Valley, z.B. im Perm südlich der Verrucano Becken. Heute im Ostafrikanischen Graben.

Bild 1 Das Embryonalstadium

Bild 2   Das Jugendstadium

Der Grabenbruch weitet und vertieft sich. Weite Gebiete neben dem Grabenbruch sinken ab. Ein Meer dringt ein. Es entwickelt sich ein Ozeanischer Rücken. Seine Magmaergüsse treiben Kontinente auseinander (Kontinentaldrift), z.B. in der Trias auf Europa ein typisches Schelfmeer. Heute im Roten Meer.

Bild 3 und 4   Das Reifestadium

Die Ausdehnung und Mächtigkeit des Meeres erreicht einen Maximalstand. Aus dem ehemaligen bescheidenen Grabenbruch ist ein riesiger Ozeanischer Rücken geworden, eine Grosse Gebirgslandschaft in der Tiefe, z.B. im Jura zwischen Afrika und Europa. Heute Stand des Atlantiks.

SONY DSC

Bild 5  Das abklingende Stadium

Die Aktivität der Magmakammern lässt nach. Durch die Entstehung neuer Grabenbrüche und Ozeanischer Rücken an geografisch anderen Stellen ändert der Kontinent seine Drift und schliesst den alten Ozean von einer oder zwei Seiten her wieder zu. Der schwere Ozeanboden wird in die Tiefe versenkt (subduziert) und die leichten Sedimente des Meeres (marin und vom Kontinent) werden abgekratzt und aufeinander zu Gebirgen gestapelt. Beginn einer Gebirgsbildung, z.B. Meer zwischen Adriatica und Europa in der Kreidezeit. Heute der Pazifik.

Mergel und Kalke aus der Kreidezeit
Kontraste: Kalk und Kieselkalk aus dem Kreidemeer

Text: Hans Conrad April 2020

SARDONA NETZWERK NATUR

Wir sind engagierte Guides und Geoguides, die interessierten Naturfreunden Berge, Pflanzen und Tiere im Sardona Netzwerk Natur näher bringen. Wir vernetzen unser Wissen und Informationen untereinander und zum Vorteil unserer Besucher/Besucherinnen. Zwischen den Guides gibt es keine materielle Zusammenarbeit. Jeder/jede Guide führt Wanderungen auf eigene Verantwortung durch. Unsere Zusammenarbeit beschränkt sich auf informative Inhalte im Rahmen dieser Website.



UNESCO-WELTERBE

Das über 300 Quadratkilometer grosse Gebiet um den Piz Sardona im Grenzgebiet der Kantone St. Gallen, Glarus und Graubünden wurde 2008 auf Liste der UNESCO-Welterbe aufgenommen.


IMPRESSUM UND DATENSCHUTZ

Verantwortlich für die Web-Site ist Hans Conrad.
E-Mail-Adresse und unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.