Einführung

Dieser Name bezeichnet eine Gesteinsformation am Ende des Perm, einem Zeitalter am Schluss des Erdaltertums (290 – 250 Millionen Jahre). Die damaligen Gebirge in Wüstengebieten auf dem Kontinent Pangäa waren der Verwitterung durch grosse Temperaturunterschiede und Winde ausgesetzt. Die Verwitterungsprodukte wurden durch unregelmässig Wasser führende Flüsse aus Bergen und von benachbarten Vulkanen in nahe gelegenen Wüstenbecken abgelagert. Später wurden daraus neue Gesteine. Diese Wüstenbecken befanden sich noch auf dem grossen Kontinent Pangäa, so ungefähr am südlichen Rand eines künftigen Kontinentes Europa (Eurasien) und etwa auf der Höhe des Äquators.

Die Ausdehnung der Becken war unterschiedlich gross. Das „Glarnerbecken“ umfasste ca. 340 km2 und war bis zu 1000 m tief. Ähnliche Ablagerungsphänomene lassen sich auch heute noch beobachten: Kalifornien, Sahara, Oman.

Heute hören wir oft von Unfällen und Todesfällen, wenn sich Touristen in solchen Gebieten aufhalten und durch einen Ruckregen überrascht werden. Bergtäler, Wadis und Ähnliches werden so nach überraschend eintretenden Regenfällen mit den Verwitterungsprodukten ausgespült.

Entsprechend der Entstehung finden sich ganz verschiedene Gesteine im Verrucano: sehr grobe Konglomerate bis Brekzien, Tonschiefer, Vulkanite. Die Glarner Hauptüberschiebung präsentiert die Verrucanoformation wohl am Schönsten. Zusätzlich liegen die Verrucano­schichten der Glarner Hauptüberschiebung auf jüngeren Gesteinen, auf Kalken aus Kreide oder Jura und vor allem auf Flyschgesteinen (45 – 35 Mill.)

Sind Sie interessiert zu erfahren, wie die Verrucanowüste ins Chrauchtal (GL), auf den Pizol (SG) oder nach Ilanz (GR) geraten ist, dann nehmen Sie doch an einer Führung teil oder fragen Sie nach einem geologischen Spaziergang, einer Wanderung oder einem Vortrag.

Grüner Verrucano Obersiez/Ristenpass
Verrucanowüste im Chrauchtal GL

SARDONA NETZWERK NATUR

Wir sind engagierte Guides und Geoguides, die interessierten Naturfreunden Berge, Pflanzen und Tiere im Sardona Netzwerk Natur näher bringen. Wir vernetzen unser Wissen und Informationen untereinander und zum Vorteil unserer Besucher/Besucherinnen. Zwischen den Guides gibt es keine materielle Zusammenarbeit. Jeder/jede Guide führt Wanderungen auf eigene Verantwortung durch. Unsere Zusammenarbeit beschränkt sich auf informative Inhalte im Rahmen dieser Website.



UNESCO-WELTERBE

Das über 300 Quadratkilometer grosse Gebiet um den Piz Sardona im Grenzgebiet der Kantone St. Gallen, Glarus und Graubünden wurde 2008 auf Liste der UNESCO-Welterbe aufgenommen.


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