Der Flysch

Der Flysch besteht aus verschiedenen Gesteinen. Beim Heranrücken der Decken aus dem tiefen Südwesten des Adriatischen Vorlandes und von Tiefseesedimenten rutschten an deren Front regelmässig verwitterte Gesteinsprodukte in die Tiefe des Meeres, in das sogenannte Flyschmeer oder den Flyschtrog. Grössere Ablagerungen von verschieden körnigen Sandsteinen rutschten, wohl in der Regel auf Grund von Erdbeben, oft mehrere Hundert Meter in die Tiefe. Ein Vorgang der innert Minuten Sedimente von ein paar Zentimetern bis Metern produzierte. Wir nennen solche Ablagerungen auch Turbidite. Die groben Teile finden sich zuunterst bei einer solchen Schüttung, die feinsten zuoberst. Eine längere ruhige Zeit darauf liess dann in diesen Tiefen im Meer Tone (Tonschiefer) ablagern. Einige Zentimeter bis Meter in einer langen ruhigen Zeitperiode! Das ist die typische Schichtung im Flysch. Die Ablagerungen sind später von anderen Decken überfahren worden und z.T. wirr verfaltet worden. Beispiel Prättigau Flysch. Diese Ereignisse fanden auch an der Front der nördlicher gelegenen Decken statt: Nordhelvetischer Flysch, Sardona Flysch u.a. Ein Teil dieser Flyschablagerungen sind dann auch von der Glarnerdecke überfahren worden – so kam der alte Verrucano auf den jungen Flysch. Im Flysch finden wir auch andere Gesteine. Interessant sind die Globigerinenkalke und die Nummulitenkalke. Globigerinen sind planktonische Einzeller des offenen Meeres, die zu den Foraminiferen gehören. Beide sind mit ihrer biologischen Aktivität und der Produktion eines Kalkgehäuses bedeutende Kalkproduzenten. Ihre Gehäuse sind Kunstformen der Natur. Darüber werden Sie hier später davon lesen und Bilder davon sehen.

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Das über 300 Quadratkilometer grosse Gebiet um den Piz Sardona im Grenzgebiet der Kantone St. Gallen, Glarus und Graubünden wurde 2008 auf Liste der UNESCO-Welterbe aufgenommen.


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